Ruhrpottagentin zur See! Bootblogger-Profi Ute im Interview

Im September war es wieder soweit: Die Bootblogger 2016 stachen in See, doch dieses Mal nicht in heimischen Gewässern sondern im wunderschönen Frankreich. Über eine Woche lang schipperte ein Dreierteam über den Fluß Charente in Gallien. Unser Bootblogerprofi Ute hat sich in ihrem vollgepackten Alltag noch einmal die Zeit genommen mit uns über ihre Erfahrungen an Bord zu sprechen.

 

Ute, magst Du uns zu erst noch ein wenig über Dich erzählen? Wie gehören Du und Social Media zusammen?

Ute Korinth (c) Ute Korinth, Ruhrpottagentin

Ruhrpottagentin Ute

Ich arbeite seit 19 Jahren als Online-Redakteurin bei dem Dortmunder Software-Unternehmen Materna. Dort erstellen wir Nachrichten für alle üblichen Ressorts, von Sport über News bis zu VIP. Dort betreue ich auch den Blog, den Facebook- und Twitter-Account. Freiberuflich arbeite ich als PR-Frau für Events, gebe Social Media Seminare und habe 2016 das erste Journalisten-Barcamp des DJV-NRW in Köln organisiert. Ausspannen gehört aber auch dazu! Seit 2016 bin ich Trainerin für Lu Jong – tibetisches Heilyoga.
(Hier geht’s zu Utes eigenem Blog Ruhrpottagentin...)

Du bist ja unsere Bottblogger-Veteranin, die nun schon zum zweiten Mal für uns in See gestochen ist. Was ist denn das besondere für Dich am Bootbloggen?

Das Bootbloggen bringt besondere Herausforderungen mit sich. Die sind vor allem technischer, aber auch zwischenmenschlicher Natur. Keine Frage, die Fotomotive, die sich bieten, und die Erlebnisse eignen sich hervorragend für spannende Blog-Beiträge. Allerdings braucht es immer wieder Strom und WiFi, was beides nicht immer und überall vorhanden ist und schon mal zu außerplanmäßigen Cafébesuchen führen kann. Die sind dann jedoch nicht nur arbeitstechnisch ergiebig, sondern in der Regel auch kulinarisch lohnenswert!

Laue Sommerabende und "Camping" mal anders! (c) Ute Korinth, Ruhrpottagentin

Laue Sommerabende und „Camping“ mal anders! (c) Ute Korinth, Ruhrpottagentin

Und was war der größte Unterschied zwischen der Fahrt durch die Mecklenburgusche Seenplatte und der durch Gallien für Dich?

In Frankreich ist die Ausstattung der Anlegeplätze bei Weitem nicht so komfortabel wie in Deutschland. Nicht in jedem Ort gibt es Strom und schon gar kein WLAN. Die Natur ist aber in beiden Gebieten ein Traum!

Und die Technik? Was waren diesmal die größten Herausforderungen? (z.B. Strom, Sonne, WiFi)

Da in Deutschland an jedem Hafen die Möglichkeit besteht, Strom zu ziehen, habe ich keinen Umwandler mitgenommen. Den hatten meine Mitreisenden zwar an Bord, brauchetn ihn aber für ihre Arbeit selbst. Oft haben wir dann auch lieber in ruhigeren Ecken angelegt, wo es eben keinen Strom gab. Das würde ich nächstes Mal vielleicht anders planen.

So ein Boot ist ja im Inneren gar nicht so groß. Wie habt ihr drei eure Arbeitsplätze gemanagt? Habt ihr euch abgesprochen, wer wann arbeitet?

Ich bin, was das Arbeiten angeht, sehr flexibel und habe – während meine Mitreisenden unter Deck gearbeitet haben, habe ich meist das Deck erobert, offline Texte geschrieben oder mich in ein Café gesetzt, um ein paar Stunden in Ruhe arbeiten zu können.

 

Das eigene Reich ist an Bord wirklch überschaubar! (c) Ute Korinth, Ruhrpottagentin

Das eigene Reich ist an Bord wirklch überschaubar! (c) Ute Korinth, Ruhrpottagentin

Was war für Dich der schönste Moment bei dieser Fahrt?

Es gab keinen einzelnen schönen Moment. Ich habe die Fahrten in der Sonne über die Charente enfach ebenso genossen wie das Schlendern durch die malerischen Orte oder den Cappuccino in kleinen Cafés!

Gab es auch nicht so schöne Momente?

Ja, als ich mich ins Wasser gewagt habe und wegen des glitschigen Bootsrumpfes nicht wieder an Bord kam. Wir sind auf dieser Reise zweimal auf Grund gelaufen, was in beiden Fällen hätte vermieden werden können – da braucht es noch mehr Übung!

Bei Frankreich im September denke ich an Rotwein und laue Nächte. Kommt man da überhaupt dazu, zu arbeiten?

Gezwungenermaßen schon. Zwar hatte ich mir Urlaub genommen, um die Zeit auch genießen zu können und möglichst viel Freizeit zu haben, doch hatte ich neben den Bootblogger-Texten auch die Vorbereitung eines Vortrags zum Thema „Social Media für Musiker“ für das ReeperbahnFestival vor der Brust, sowie die Planung einer Moderation eines Snapchat-Panels bei der Veranstaltung „Besser Online“ eine Woche später. Das hat mich dann zwischendurch etwas gestresst, war aber alles noch im Rahmen.

(c) Ute Korinth, Ruhrpottagentin

Unterwegs auf gallischen Wasserstraßen!
(c) Ute Korinth, Ruhrpottagentin

Du als alter Hase: Welchen Tipp möchtest Du zukünftigen Bootbloggern und Überalarbeitern zu Wasser noch mit auf den Weg geben?

Am besten sollte sich das Team vorher kennenlernen – denn wer eine Woche gemeinsam auf dem Boot verbringen möchte, sollte sich gut verstehen und als Team zusammenarbeiten können. Ich würde für das Ausland auf jeden Fall einen Umwandler mitnehmen, um vernünftig arbeiten zu können. Und vielleicht einen Französisch-Kurs machen, damit ich die Menschen in Frankreich besser verstehen kann 🙂

Vielen lieben Dank, Ute! Hoffentlich sehen wir DIch bald wieder unterwegs auf Europas Flüssen und Seen!

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